Montag, 6. Februar 2012
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Palladium
Edelmetall, dass gut für die Herstellung von Piercingschmuck geeignet ist. Es ist wesentlich leichter als Platin, nämlich nur halb so schwer, hat eine schöne helle Farbe und ist zudem noch preisgünstiger. Verarbeitet wird in der Regel eine Legierung aus 950 Teilen Palladium und 50 Teilen Kupfer, so genanntes Edelpalladium. Produkte aus Palladium sind leider nur relativ selten im Handel zu finden.

Platin

Wird nicht in reiner Form für Schmuck verarbeitet. Zwei Legierungen kommen für die Schmuckverarbeitung in Frage: Juwelierplatin, bestehend aus 960 TeilenPlatin und 40 Teilen Kupfer oder Fasserplatin, bestehend aus 960 Teilen Platin und 40 Teilen Palladium. Letzteres ist etwas weicher und heller in der Farbe. Verarbeitet wird meistens Juwelierplatin, es ist besonders hart und somit gut geeignet. Da Platin sehr teuer ist, werden Schmuckstücke meist nur auf speziellen Wunsch gefertigt.

PMMA (Polymethylmethacrylate)

Thermoplastischer Kunststoff mit einer mikroskopisch porösen Oberfläche. Eine regelmäßige Reinigung ist erforderlich. Ist nur nach vollständiger Epithelisierung geeignet. Allergische Reaktionen sind nicht bekannt.

Prinz Albert

Das Prinz Albert Piercing ist eines der unkompliziertesten männlichen Genitalpiercings. Es heilt schnell und ist relativ einfach in der Pflege. Das Prinz Albert Piercing läuft entlang der Harnröhre und tritt an der Unterseite beim Frenum(Vorhautbändchen) wieder aus. Es muss mit Nachblutungen gerechnet werden, die aber schnell wieder verschwunden sind. Dieses Piercing dehnt sich sehr schnell und leicht, so dass man ohne größere Probleme und Umstände auch auf dickere Piercingringe zugreifen kann.

Princess Albertina

Dieses Piercing verläuft durch die weibliche Harnröhre und wird von vielen Frauen als sehr unangenehm empfunden. Es kann zu verstärkten Harnwegsinfekten führen, da die weibliche Harnröhre ziemlich kurz ist. Es ist nicht als Anfängerpiercing geeignet da es sehr kompliziert im Handling ist.

PTFE / PMFK

PTFE(Polytetrafluorethylen)/PMFK sind hitzebeständige und damit autoklavierbare Kunststoffe, auch bekannt unter dem Markennamen Teflon® (PTFE). An seiner antiadhäsiven Oberfläche haften keine Wundsekrete. Es ist ein sehr schlechter Wärmeleiter, somit heizt es sich unter Sonneneinstrahlung kaum auf. Es ist weich und flexibel, reibt dadurch weniger an den Wundrändern und schont Zähne und Zahnfleisch. Das Material lässt sich beliebig mit der Schere kürzen und durch aufdrehen einer Metallkugel eine Gewinde einschneiden. Studien haben ergeben, dass PTFE für ein längeres Verweilen im Körper nicht geeignet ist, da die Oberfläche im Laufe der Zeit porös wird. Der Hersteller distanziert auch von dem Gebrauch für Piercingschmuck. Besser ist PMFK. Es zeichnet sich durch die gleichen Eigenschaften aus, ist jedoch form- und oberflächenstabil. Außerdem ist es in verschiedenen Farben erhältlich.

Pubic-Piercing

Das Pubic Piercing wird am Penisansatz gestochen und ist mehr oder weniger ein Oberflächenpiercing, was auch seine schwierige Abheilung erklärt. Dieses Piercing neigt zum Auswachsen und verheilt sehr langsam und schlecht.

Pulling

Beim Pulling werden 2,5-3,2 mm dicke Haken in den Rücken, die Brust oder die Arme gesetzt, um dann die Haut durch ziehen zu dehnen. Es ist eine Vorstufe zu einer Suspension und eine gute Vorbereitung dafür. Jedoch ist das Empfinden dabei nicht so intensiv wie bei einer Suspension. In den meisten Fällen ziehen zwei Personen, beide mit Haken versehen, "gegeneinander". Der Vorteil eines Pullings ist, dass man die Zugkraft selbst bestimmen kann. Nach dem Pulling sollten die Hacken zügig entfernt werden und die in die Haut gelangte Luft vorsichtig hinaus massiert werden. Oft hat man in den nächsten Tagen ein "Muskelkatergefühl" in dem Bereich.

PVD-Titan oder -Stahl

PVD (physical vapor deposition) ist eine Beschichtungstechnologie, bei der die Eigenschaften des Trägermaterials unverändert bleiben. Beim Verfahren der physikalischen Gasphasenabscheidung wird ein Ausgangsmaterial in die Gasphase (Plasma) überführt und auf ein Schmuckstück im Vakuum abgeschieden. Es bildet eine hauchdünne (5 micron), sehr haltbare Beschichtung. Die Art der Beschichtung ist, je nach Hersteller, unterschiedlich. Es gibt eine Beschichtung mit 24 Karat Gold oder Zirconium-Nitrid um eine goldene Farbe zu erzielen. Die schwarze Beschichtung wird mit Carbon erzielt. Ist das Trägermaterial Titan gibt es keine Unverträglichkeiten. Bei Stahl verhält es sich da anders. Die Beschichtung kann die Nickelabgabe nicht verhindern. Für den Ersteinsatz ist kein beschichtetes Material geeignet.